Ilios Kreta

Griechische Ostern



 

Das wichtigste Kirchenfest der griechischorthodoxen Kirche wird nach dem julianischen Kalender berechnet. Meist ist es Wochen nach unserem Osterfest. Der Sonntag nach dem Vollmond, welcher jeweils nach dem 3. April ist. Oder anders gesagt Frühlingsanfang ist am 21.März, Ostern folgt nach dem erstaen Vollmond nach Frühlingsanfang. Ostern liegt immer zwischen 22.März und 25.April (einschliesslich diese Daten)

 

Ostertermine: Ostersonntag in Griechenland (vergleichsweise das  Datum inDeutschland)

 

- 2010: 4.April (4.4.)

- 2011: 24.April (24.4.)

- 2012: 15.April (8.4.)

 

Wie bei uns geht dem Osterfest eine 40 tägige Fastenzeit voraus.

 

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Gründonnerstag:

An diesem Tag werden die Eier traditionell rot gefärbt. Gegessen werden sie allerdings erst am Samstag zum Kirchgang.

die Tradition, Eier zu färben ist uralt. Archeologen fanden in Europa rote Eier als Grabbeigaben, die aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammen.

Ostern als Symbol des Frühlings, des neuerwachenden Lebens und der Fruchtbarkeit. Rot galt als Farbe des Lebens und Eier ein Zeichen der Wiedergeburt.

So bäckt man in Griechenland auch ein Osterbrot, geschmückt mit roten Eiern.

Als Farbe nimmt man Malventee

oder

den Saft von Randen ( Rote Bete) gemischt mit Essig.

Ein weiterer Tipp zum Eierfärben: In Essig gewaschene Eier nehmen die Farbe besser an, weisse mehr als braune.

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Karfreitag:

Griechen ernähren sich an diesem Tag von Gemüse, das heisst Gurken, Tomaten und Wein.

( Für Touristen wird jedoch in den Tavernen ganz normal serviert).

Am Abendfinden Prozessionen mit Kerzen zur Beerdigung von Jesus statt.

 

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Ostersamstag :

Es ist uns schon passiert an einem kleinen Badeort am Meer, dass sich am Samstag abend alle Pensions- und tavernenbesitzer in ihre Wohnorte zurückzogen, um am abendlichen Gottesdienst teilzunehmen. Der Ort wirkte fast gespenstisch und sehr still. Das Leben fand anderswo statt. Anfängerpech für uns. Doch wird das heute kaum mehr vorkommen, da das Geschäft mit den Touristen längst besser organisiert ist.

Osternacht im Frauenkloster.Zu meinen obligaten Besuchen in Kreta gehört auch jener im Kloster erhöht über dem Dorf am Eingang einer Schlucht.Einzige Geräuschkulisse sind die Tauben aus der Eigenen Zucht.Offen für jeden besucher werden einem die Ikonen der Kapelle ausführlich erklärt und anschliessend wird kaum einer den angebotenen Raki oder Kaffee ausschlagen. So vertieften wir uns dereinst vor Ostern in ein Gespräch mit dem Klostervorsteher. Er erzählte auch davon, wie zur Osternacht die Leute aus dem Dorf zum Kloster pilgerten umd da die Nacht in der Kirche bei Weihrauch, Gebet und Gesang zu verbringen. Nur um Mitternacht verlässt jeder die Kirche, um mit seiner Kerze einmal um die Kirche zu marschieren. Danach gehts bis am Morgen weiter mit Weihrauch, Gebet und Gesang.

Der Kirchgang am Abend des Ostersamstags gehört zu den Ostertraditionen. Die roten Eier werden getütscht, wie es auf gut Schweizerdeutsch heisst. Am Schluss der Messe wird jedem eine Kerze entzündet. Man gibt sich die Hand und wünscht sich Glück. Dann trägt jeder sein Kerzenlicht nach Hause. Wenn mans bis dahin schafft, ohne dass die Kerze auslöscht, verheisst dies besonderes Glück.

Danach wird eine spezielle Suppe gegessen.

Die Suppe hatte früher den Sinn, den Magen wieder an Fleischgenuss zu gewöhnen.

Erschrecken sie nicht, wenn sie abends durch die Gassen schlendern und hinter ihnenein Superkracher losgeht.

Feuerwerk gehört zum Ostersamstag wie andernorts am Silvester.

 

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Das Osterlamm:

oder mit Singen und Tanzen die Auferstehung feiern.

Schon Tage vor dem Osterfest werden ihnen einsame Lämmer begegnen, die im Garten angebunden sind. Oder sie kreuzen auf der Strasse einen PW, der ein geschlachtetes Lamm auf dem Gepäckträger angebunden hat.

Das Osterlamm, Mittelpunkt des Familienfestes am Ostersonntag.

Draussen auf dem Grill 5-6 Stunden gegart zieht es über den Tag verteilt die verschiedensten Onkel, Tanten Schwägerinnen, Nichten, Cousins mitsamt Familien ins Haus, an den Tisch. Viele zusätzliche Köstlichkeiten und genügend Wein stehen bereit für diesen Festschmaus.

Es gibt immer viel zu bereden und mancherorts wird auch getanzt. Welche Kretische Familie schickt nicht ihre Kinder in einen Kurs für traditionelle Tänze und schwingt nicht selber gern das Bein zu Rhythmen und Melodien des Landes.

Glücklich der Tourist, der zu einem solchen Familienfest eingeladen wird und mitfeiern darf.

 

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